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CD König Blau: Cover CD König Blau: Text CD König Blau: Inhalt
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Beschreibung

Vorliegende CD enthält Stücke aus dem Repertoire für Hackbrettspieler, die vorwiegend im Unterricht und bei »Jugend musiziert« eingesetzt werden.
Musiklehrer finden hier eine konkrete Orientierung für die musikalische Arbeit mit den Schülern.
Hackbrettschüler lädt die CD zum Live-Mitspielen ein – so lassen sich schnellere Fortschritte beim Einstudieren der Stücke erzielen (Stimmung: 440 Hz).
Vor allem jedoch soll die CD jedem Musikliebhaber viel Genuss beim Zuhören bereiten.
Die Stücke haben Tiefgang; sie sind kurz, abwechslungsreich und entfalten die ganze wunderbare Klangpracht des Hackbretts!

Gesamtspielzeit: 61'48''

Inhalt

1. Kompositionen von Peter Kiesewetter in »Pizz und Batt« von Birgit Stolzenburg (1997-1999): Die hier vorgestellten Kompositionen Peter Kiesewetters sind eigens für die Hackbrettschule Pizz und Batt entstanden. Das bedeutete für den Komponisten ein Sich-Einlassen auf den jeweilig methodisch geforderten Tonumfang wie auch auf Tonart, Rhythmus und Spieltechniken, aber auch auf die Möglichkeiten des Duospiels, das die gesamte Schule bestimmt.
Aus dieser Spannung von umgrenzter Vorgabe und Freiheit des Komponierens entstanden diese poetischen Miniaturen, die bei aller Einfachheit der verwendeten Mittel in der klanglichen Realisation und musikalischen Wirkung die Enge von Übungsliteratur weit hinter sich zu lassen vermögen.


2. Kompositionen von Dorothea Hofmann in Traumgeschichten (2002):
  • Vollmodtraum (solo)
  • Traumlied vom Schlaraffenland (solo)
  • Duett zwischen Teekanne und Zuckerdose (solo)
  • Tanz der dreibeinigen Stühle (solo)
  • Schlaflied des Mehlwurms (solo)
  • Lied des fliegenden Elefanten (solo)
  • Vollmodtraum (solo)
  • Fata morgana eines einsamen Wanderstiefels (solo)
  • Abendlied des Igels (solo)
  • Die seltsame Uhr (solo)
  • Schmetterlinge und Libellen (solo)
  • Wolkentanz (solo)
  • Abzählreim der Wollmäuse (duo)
  • Nixenlied (duo)
  • Tanz der Zimtsterne (duo)
Die Stücke erzählen aus fantastischen Traumwelten, aus einem Zwischenreich zwischen Wachen und Schlafen, in dem aus unerwarteten nächtlichen Begegnungen heraus wunderbare Klänge erwachen. Die poetischen Titel stellen nicht spielerische Virtuosität, sondern Klangfarbe, Rhythmusempfinden und singende Melodien in den Mittelpunkt. Zusammen mit einigen sehr offenen Interpretationsvorgaben ("Misterioso", "Überschwänglich") wie auch durch Tempovorschläge mittels ungefährer Metronom-Angaben ergibt sich ein weites Feld interpretatorischer Möglichkeiten, die die Stücke weit über das spielerische Anfängerniveau hinaus auch für sehr fortgeschrittene Spieler interessant machen und Spieler wie Zuhörer in diesen Miniaturen immer wieder Neues entdecken lassen.


3. »Little Can(y)on« von Rudi Spring in Hackbrettduette (Mozartkugeln) (1996):
  • Vier kanonische Meditationen im empfindsamen Stil, op. 66b (duo)
Die "Meditationen" für Hackbrettduo und Hackbretttrio von Rudi Spring spielen mit Inspiration durch vorhandene Musik: "Little Can(y)on", die "vier kanonischen Meditationen im empfindsamen Stil" beziehen sich auf Flötenduos von Carl Philipp Emanuel Bach, der seinerseits im sogenannten "empfindsamen Stil" komponierte.
Es sind Kompositionen, die verschiedene Möglichkeiten des Kanons zeigen:  in Nr. 1 und Nr. 3 wird der Kanon augmentiert und im Oktavabstand realisiert, die Nr. 2 ist ein Kanon im Krebs und Nr. 4 ein Kanon in der Augmentation.

4. 4 Stücke von C. Ph. E. Bach in Hackbrettduette (Mozartkugeln) (18. Jh.):
  • Alla Polacca, Allegro, Allegro scherzando, Allegro (Wq 82) (duo)
5. von Peter Kiesewetter in Gil für Hackbrett: (1996)
  • Netz (solo)
6. Duos von Dorothea Hofmann in Der Pirat auf dem blauen Sofa (2003):
  • Freudentanz der weißen Einhörner
  • Nachtfaltertanz
  • Echoklänge
  • Der Mond spiegelt sich im Gartenteich
  • Kleiderbügelballett
7. Trios von Rudi Spring in Sechs Meditationen (1995):
  • Numi, numi
  • Taivas on sininen
  • Miniaturszene, op. 52a/5
Zwei der "Trios" haben eine "Vorgeschichte", sie basieren auf Liedern, deren Melodien kunstvoll dreistimmig gefaßt sind: "Numi numi" ist ein Wiegenlied aus Israel und "Taivas on sininen" ein Volkslied aus Finnland:
Numi numi
Schlaf ein, schlaf ein, mein Liebes,
Schlaf ein, schlaf ein, schlaf ein.
Schlaf ein, schlaf ein, mein Kleines,
Schlaf ein, schlaf ein, schlaf ein.

Der Papa ist in die Arbeit gegangen,
er ist gegangen, gegangen, gegangen.
Und wenn es Abend wird,
wird er dir ein Geschenk mitbringen.

Schlaf ein, schlaf ein …


Taivas on sininen
der Himmel ist blau und weiß und von Sternen voll,
so ist das junge Herz von Gedanken voll.

Produktion

Studio: Iceland Studio, Aufkirchen (August 2010)

Aufnahmeleitung: Birgit Stolzenburg

Hackbretter:

  • Alfred Pichlmaier, Fraunberg (Nr. 01-18 und 42-49)
  • Klemens Kleitsch, Kiefersfelden (Nr. 19-41)

Cover und Illustration: Linolschnitte von Urte Girnatis
Grafik-Design: Rainer Ungermann
Texte zu den Kompositionen: Dorothea Hofmann

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